Das Verschwinden des Buches

Mittwoch, 12. August 2009 19:24, Dominik Souard

„Starte kein Projekt, bevor es nicht wirklich wichtig ist- und so gut wie unmöglich“
Edwin Land

Das Verschwinden des Buches

Kennt ihr auch so Leute. Die wohnen in schicken neu gebauten Super-Design Häusern, der Innenarchitekt – oder besser gesagt der living-style-designer- hat einen gewaltigen Etat verschlungen, und Du stehst da drin und denkst: mannohmann, was für eine tolle Hütte, und Du legst vergeblich eine Blaupause deiner Wohnung auf diese hier, um Gemeinsamkeiten zu finden. Gemeinsamkeiten, die nicht existieren.Du suchst und suchst, weil irgendwas kann ja in dieser Perfektion nicht stimmen. Irgendwas muss einfach falsch sein. Bis Du es findest. Es existiert kein einziges Buch in der Design -Wohnung.
Die überbordernde von bunt bestückten Büchern gefüllte Schrankwand, hat es nicht ins neue Jahrtausend geschafft. Vielleicht gibt es eine Verschwörung von Design-Geschmacksdiktatoren, die den Schrank in das hinterste Winkel des Anwesens vertreiben. Vielleicht will der Wohnungsbesitzer auch nicht mehr enttarnt werden. Schließlich ist Mann ja Vorstandsvorsitzender und hat nur Karl-May im Regal stehen und Diverse erotische Schriften. Unsere Großeltern haben uns noch bei Wochenend-Besuchen, in lang anhaltende Diskussionen verwickelt, die direkt vor dem Regalbücherberg stattgefunden haben, nur um uns ausreichend Zeit zu geben, die literarische Schätze in den prachtvollen Ausgaben bewundern zu können.
Hier hat sich was verändert. Ob dies nun gut ist. oder eben nicht, darf jeder selber entscheiden, es bleibt eine Tatsache: das Buch verschwindet- und Ikea hat ein Schrankwandabsatzproblem.
Unbenommen bleibt Text als Kulturgut, als Träger und Vermittler von Information und Unterhaltung bestehen. Da ändern sich nur die Zugänge zum Text: durch die neuen Medien, E-Buch, illegale Downloads, Internet.
Die Zeiten in denen wir aber die Werke der von uns erworbenen Schrittsteller aufgehoben haben, und diese wieder mal gelesen, und neu entdeckt, und verliehen, und mal wieder für einen Absatz hervorgeholt hatten, sind vorbei. Unser Leben ist schneller geworden. Die Produkte, und natürlich auch die Buchprodukte, ja der Buchmarkt ist schnelllebiger geworden. „Verkauf Dich, oder stirb“, sagt der Verleger zum Buch.“Verkauf Dich, oder Du wirst an den Verleger zurück geschickt“, sagen die Buchhändler. „Unterhalte mich, oder Du kommst in die Tonne“, sagt sich der Konsument. Vielleicht wird er die ungeliebte Verwandtschaft und seine nervigen Freunde mit dem Buch beglücken, denn wegschmeißen, damit tun wir uns doch einfach schwer. Schließlich ist das Buch doch ein Kulturgut.

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Ein Statement für das Buch und das Lesen

Mittwoch, 12. August 2009 19:19, Dominik Souard

Bücher stellen eine preiswerte Freizeitbeschäftigung dar. Gute Bücher sind preisgünstig, aber nicht billig. Soll bedeuten, Bücher haben einen Wert, der über den reinen finanziellen hinausreicht.

Und überlegen Sie sich mal, wie viel Zeit Sie, mit einem spannenden Buch, verbringen und das für nur 9,90 Euro.

Jetzt gibt es aber auch diejenigen Leser, die unter einer gewissen Literaturabhängigkeit leiden. Ein Tag ohne Buch ist ein verlorener Tag. Ob es jetzt ratsam ist dies zu therapieren, müssen Fachleute entscheiden. Ich kann nur für mich reden, und ein Dauerleser braucht regelmäßig Input. Wörter, Sätze, Seiten – das sind für mich neue Erfahrungen, fremde Welten, die ich besuchen kann, bisher unbekannte Ideen, die sich herauskristallisieren, eine Art von Reisen im Geiste. So wird Leben nachvollziehbar, der eigene immer gleiche Gedankensumpf wird mit neuen Ideen durch gespült.

Und manchmal kracht ein neuer Gedanke mit aller Wucht in fest gezimmerte Glaubenssätze, die ich mir so hingelegt habe und sorgt für Erschütterung.

Und ich glaube es ist egal was Sie lesen. Lassen sie sich auf Literatur, im weitesten Sinne ein, dann passiert dies einfach beiläufig, ob Sie wollen oder nicht, ob Sie Asterix lesen oder Nietzsche.

Bücher haben eine Wucht, einen drive und ungeheure Möglichkeiten. Ich kann da nur an Sie appellieren. Lesen Sie was Sie unter die Finger bekommen. Lesen Sie soviel es geht und was Ihnen Spaß macht. Lassen Sie sich von niemanden sagen, was Sie zu lesen haben, es sei denn Sie fragen jemanden danach. Schicken Sie alle Deutschlehrer  in die Ferien. Und haben sie einfach Spaß daran. Sollten Sie mal feststellen, dass es für Sie mühsam und langweilig wird, legen Sie das Buch beiseite. In diesem Fall war es wohl nichts für Sie. Macht nichts: sie haben das recht Bücher einfach weg zu legen. Fangen Sie bloß nicht an und quälen sich durch die Seiten, nach dem Motto: schließlich hab ich es auch bezahlt. Schade um die Zeit.

Im Grunde ist es mir egal, wo Sie kaufen, Hauptsache sie lesen. Haben Sie eine Lieblingsbuchhandlung und einen direkten Kontakt zum engagierten Buchhändler, dann empfiehlt er Ihnen sicherlich faszinierende Bücher. Durch öfteren Kontakt, kann sich der Buchhändler auch besser auf Sie einstellen, und seine Empfehlungen werden immer besser zu Ihnen passen.

Lesen Sie Literaturempfehlungen in Zeitschriften oder im Internet. Fragen Sie Freude und Bekannte. Kaufen Sie im Internet, bei den großen Filialisten, dem kleinen Laden um die Ecke, wo immer es Sie hinzieht. Und lassen sie sich da auch von niemanden was sagen.

Und trotzdem ist für mich bookway ein Traum

Ich möchte gängige Bücher preiswert lesen. Ob ich die Bücher dann behalte, weil ich Sie unbedingt in mein Regal stellen will, oder die Möglichkeit habe die Bücher wieder an bookway zurück zu senden , ich bin autark in meiner Entscheidung. Natürlich kann ich die Bücher auch selber verklopfen im Internet, Auktionshäusern, Flohmarkt oder einfach verschenken.

Nichts desto trotz kosten Bücher Geld. Und viele Bücher kosten viel Geld. Wenn Ich in der Regel die Bücher eh nur einmal lese, kann ich Sie auch ausleihen. Dazu kann ich natürlich auch in die vielen kommunalen, staatlichen Bibliotheken gehen, die sehr engagiert und unter enormen finanziellen Bemühungen ein großes Programm anbieten. Ich will aber faul sein: ich möchte das Buch zu mir nach Hause geliefert bekommen. Ich will es sofort haben, und mich nicht auf einer Liste vormerken lassen, weil ein anderer Leser schneller war wie ich. Und ich will aktuelle Bücher lesen, über die sich alle unterhalten und nicht alte Schinken.

Dazu muss ich jedes mal eine Sicherheitseinlage hinterlegen, die dem tatsächlichen Wert des Buches entspricht. So fallen keine weiteren Kosten an, sollte das Buch behalten werden. Wenn das Buch zurück geschickt wird gibt es eine Gutschrift, die wieder verwendet werden kann um neue Bücher zu kaufen/ leihen.

Die Konditionen sind moderat.
20% Abzug vom Kaufpreis um ein gebrauchtes Buch auszuleihen.
40% Abzug vom Kaufpreis um ein neues Buch auszuleihen.

Und dies soll kein statisches System sein, durch dass ich eine Menge Geld verdiene. Sondern ich muss natürlich Gewinne erwirtschaften, sonst kann ich dieses Angebot nicht halten. Ich möchte aber die Konditionen immer weiter anpassen. Auf Dauer gesehen möchte ich noch preiswerter werden. Ganz kostenfrei kann dieses Angebot nie werden, aber ich bin gespannt welche Entwicklung bookway noch vor sich hat.

Spannend halte ich auch den Service, die zurückgesendeten Bücher in das eigene virtuelle bookway-Regal zu stellen. Auf dieses Bücher darf der jeweilige User kostenfrei wieder zurückgreifen und nochmals ausleihen. Ebenso können Sich User über die Bücher im Regal austauschen und sich gegenseitig Tipps geben.

Ich weiß, alles ist interessanter als diese verrückten Bücherheinis. Andere Produkte sind technischer mehr auf dem Stand der Zeit, kommen cooler daher, sind designafine Kultgegenstände.

Das Buch ist etwas zeitloses. Beständiges. Und auch das E-Buch wird das Buch nicht untergehen lassen.

Glauben Sie daran, dass diese Welt der interessanteste Platz im Universum ist, und die Brücke zum Verständnis dieser Wunder, aus Büchern gebaut ist.

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